Kundgebung der Stadt Pyongyang „aus Anlass des Aggressionskriegs der U.S.-Imperialisten vor 72 Jahren“

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Kundgebung "aus Anlass des "Aggressionskriegs der U.S.-Imperialisten" vor 72 Jahren auf dem Erziehungsplatz, Pyongyang, datiert 25.06.22
Kundgebung der Stadt Pyongyang „aus Anlass des Aggressionskriegs der U.S.-Imperialisten vor 72 Jahren auf dem Erziehungsplatz, Pyongyang, datiert 25.06.22

Anmerkung: außerhalb Nordkoreas besteht ein Konsens, dass Nordkoreas Regime seinerzeit der primäre Kriegsverursacher war. Als Reserve für den Fall, dass sich der Krieg nicht den Wünschen Kim Il-sungs entwickeln würde, hielt die chinesische Führung „Freiwillige“ bereit, die in den Krieg eingreifen würden.

Das erwies sich als notwendig.

Kurzfassung: Kim Il-sung wollte den Krieg, Stalin stimmte zu, sofern Mao Rückendeckung bot, Mao bot Rückendeckung, Nordkorea griff an.

Allerdings hat diese Version unter chinesischen Normalverbrauchern wohl niemals Wurzeln geschlagen, und die Töne, die Xi Jinping seit einigen Jahren anschlägt, lassen eher vermuten, dass man sich von einer „wissenschaftlichen“ Geschichtsschreibung wieder abwendet und nach alter Tradition die Geschichte so schreibt, dass das aktuelle Regime in seinem verdienten Glanz erstrahlen kann.

Links im nachstehenden Blocktext sind hinzugefügt und nicht Teil des Originals.

„Stimme Koreas“, am 26. Juni 2022 (einstweilen gültiger Link):

Am 25. Juni vor 72 Jahren hatten die US-Imperialisten einen Aggressionskrieg gegen die Demokratische Volksrepublik Korea entfesselt. Aus diesem Anlass gab es auf dem Erziehungsplatz des Museums über den Sieg im Vaterländischen Befreiungskrieg eine Kundgebung.

Der Sekretär des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Koreas, Ri Il Hwan, der Verantwortliche Sekretär des Stadtkomitees Pyongyang der Partei, Kim Yong Hwan, der Abteilungsleiter des ZK der Partei, Ri Tu Song, die Funktionäre der Massenorganisationen sowie die Mitarbeiter und Werktätigen der Institutionen, Fabriken und Werke und die Jugendlichen und Studenten der Hauptstadt nahmen an der Massenkundgebung der Stadt Pyongyang zum Tag des Kampfes gegen den US-Imperialismus „25. Juni“ teil.

Auf der Kundgebung gab es Reden.

Die Redner verurteilten aufs schärfste die US-Imperialisten, die den Koreakrieg entfesselt und die in der Weltkriegsgeschichte beispiellosen grausamsten Mordtaten und Zerstörungen verübt hatten, um die nur 2 Jahre junge Demokratische Volksrepublik Korea in ihrer Anfangszeit zu vernichten.

Weiter betonten sie wie folgt:

Aus der vom US-Imperialismus heraufbeschworenen Kriegskatastrophe ist die Lehre zu ziehen, dass man sich unbezwingliche Kraft aneignen solle, um vor der Invasion der Feinde die Souveränität des Staates und das Wohl des Volkes zu schützen. Wenn das Heimatland wie heute stark wäre, hätte es das Unglück und Leid vom 25. Juni nicht erlitten.

Falls die US-Imperialisten die bitteren Lehren aus den 1950er Jahren vergessen und wiederum die DVRK angreifen, werden die Koreaner unter Einsatz aller unwiderstehlichen physischen Mittel die Aggressoren unbarmherzig vernichten.

2 Kommentare zu „Kundgebung der Stadt Pyongyang „aus Anlass des Aggressionskriegs der U.S.-Imperialisten vor 72 Jahren“

  1. >>nach alter Tradition die Geschichte so schreibt, dass das aktuelle Regime in seinem verdienten Glanz erstrahlen kann.<<
    Diese Tradition ist nicht nur alt, sie ist verbreitet und bewährt. Schon die Gegenwart wird so poliert, dass der eine rot lackiert wird und mit lautersten Motiven ausstaffiert; vom Glanz geblendet kann man gar nicht mehr hinschauen und will es auch nicht. Angriff ist Verteidigung, Krieg ist friedenserhaltend, Raketenabschuss und Einschlag humanitäres Handeln. Jedes Widerwort ist Kriegstreiberei.

    Gefällt 1 Person

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