„Die Sicherheitsbehörden des Bundes haben die Verwendung des Symbols im Blick“

Aus Sicht der bundesdeutschen politischen Klasse reicht es nicht mehr, die Öffentlichkeit angesichts der russischen Invasion der Ukraine zu emotionalisieren – man muss ihr bei Bedarf auch drohen.
Das aber ist problematisch; zumindest dann, wenn man es so anfängt wie das Bundesinnenministerium in einem Tweet vom 28. März:

20220404_bundesinnenministerium_drohung
Tweet des BMI, 28.03.22

Wie soll der Leser das einordnen? Was passiert, wenn er die „Operation Urgent Fury“ oder die „Operation Just Cause“ billigend kommentiert? Und werden Versuche, das Strafrecht in solchen Fällen politisch zu verwerten, ebenso konsequent verfolgt – und von den Medien berichtet – wie im Fall der russischen Invasion?

Darf man Liu Xiaobo , Friedensnobelpreisträger 2010, dann noch – billigend – zitieren? Oder verbucht man das als Satire?

Wir können ihn nicht mehr fragen – er starb 2017 nach langer politischer Haft.

Aber wir können sehen, wie die bundesdeutsche politische Klasse mit ihrem opportunistischen Arsch einreißt, was Europäer, Amerikaner und Soldaten aus aller Welt, die gegen Nazi-Deutschland kämpften, unserem Land ermöglicht haben, und was „die Mütter und Väter des Grundgesetzes“ im Rahmen dieser Möglichkeiten aufbauten.

Herzlichen Glückwunsch.

11 Kommentare zu „„Die Sicherheitsbehörden des Bundes haben die Verwendung des Symbols im Blick“

  1. Im Prinzip schon, aber wer an der Diktatorenakademie studieren will, sollte erstmal die Aufnahmeprüfung bestehen.
    Andererseits ist schlechter Wille, kombiniert mit Dilettantismus, immer noch besser als einer, der mit Professionalität daherkommt.
    Vielleicht sollten wir uns dazu gratulieren, dass „unsere“ politische Klasse eher doof ist.
    ¯\_(ツ)_/¯

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  2. Ja, da bin ich schon froh, dass sie die Aufnahmeprüfung nicht geschafft haben. Sonst gingen sie noch bei Carl Schmitt in die Lehre, dessen Räucherwerk immer noch an den Kamine mancher Akademiker verfeuert wird und feinstaublastig durch die Schornsteine verblasen wird.

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  3. In Echt? Links? Ist mir bisher nicht aufgefallen. Mir gefällt, dass ich dort einige Schreiberinnen und Schreiber gefunden habe, von denen ich Neues und Nachdenkenswertes erfahre. Sonst hat sich über mein „Exil“, das einige Jahre, ich weiß nicht wie viele, dauerte, nur wenig geändert. Vertrauter Sumpf.

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  4. Linke müssen sich natürlich tarnen – aber die Tarnfleckenanzüge sagen nichts über das Herz aus, das darunter schlägt.

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  5. Ja stimmt!, Leber war in der Leberpartei, bevor sich Tony Blair bei der IG Bau Steine Erden, deren stolzes Mitglied ich zeitweise war, den großen Vorschlaghammer auslieh, um die Fundamente der Leber Partei zu bearbeiten. Also könnte das mit garantiert links schon hinhauen.

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