Rückblog: Erziehungsratgeber

Kaum hatte ich „Papa Storch erzählt seinen Kindern von Afrika“ gesagt, waren sie auch schon weg. So wie der möchte ich auch mal erzählen können.

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Donnerstag, 26.08.21 Wprost, Wiedergabe Polnisches Auslandsradio
Von wegen Führerin der freien Welt: Fort Trump ist wachsam und behält den Überblick.
 
Samstag, 28.08.21 Stimme Koreas (NK-Auslandsradio)
Das Gör daddelt schon wieder, anstatt seine Hausaufgaben zu machen? Und am liebsten möchte es schon morgen in Berlin sein?

Beschämen Sie es erfolgreich mit den schlichten Worten des respektierten nordkoreanischen Führers:

Während sich weltweit Jugendliche um der Habgier und des Genuss willen in der Hauptstadt und Städten ansiedeln, tauschen unsere Jugendlichen ihre Ausweise als Hauptstädter gegen Beglaubigungsscheine um, begeben sich zu Kohlenbergwerken und genossenschaftlichen Landwirtschaftsbetrieben, verlassen Städte und begeben sich ohne Zögern freiwillig zu großen Baustellen und Inseldörfern. So tun nur die koreanischen Jugendlichen, die in der Geborgenheit des sozialistischen Vaterlandes aufwuchsen.

Unsere Partei liest in Ihrer schönen und hervorragenden Geisteswelt den patriotischen Geist und die revolutionäre Gesinnung, welche sich auch bei weiterem Generationswechsel nicht verfärben und unaufhörlich pulsieren.

Geht doch.

 
Sonntag, 29.08.21 Chinesisches Zentralfernsehen, CCTV
Am Sonntagabend berichtete die Hauptnachrichtensendung des chinesischen Fernsehens über die „zentrale Arbeitssitzung zu ethnischen Gruppen“. Diese Arbeit werde im Sinne des „korrekten Weges mit chinesischen Besonderheiten zur Lösung ethnischer Probleme“ ausgeführt.


Tanzen: die übliche Tätigkeit „nationaler Minderheiten“ im Zentralfernsehen

Xi Jinping habe auf der Konferenz eine wichtige Rede gehalten, die ein enthusiastisches Echo unter den Kadern und Massen der ethnischen Gruppen (oder nationalen Minderheiten) gefunden habe. Als Zeugen dafür, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

  • 03′ 28“ der Inhaber eines Lehrstuhls für das Studium von ethnischen Minderheiten und der Anthropologie,
  • 03′ 50“ der Direktor der Forschungsabteilung für nationale Ethnienpolitik und -vorschriften,
  • 04′ 10“ ein Stellvertreter der Kommission für uighurische Angelegenheiten der „autonomen Region Xinjiang“
  • 05′ 14“der Chef der Politik- und Vorschriftenstelle der Ethnien- und Religionskommission der „autonomen Region“ Guangxi,
  • 05′ 32“ der Direktor der Ethnien- und Religionskommission der Stadt Lincang, Provinz Yunnan,
  • 05′ 54“ eine Englischlehrerin, die im Rahmen der „Tibet-helfen“-Kampagne den Schülern an einer tibetischen Oberschule „korrekte nationale, geschichtliche und ethnische Sichtweisen vermittelt“
  • 07′ 05“ ein stellvertretender Parteisekretär der „Modellkommune der ethnischen Einheit und des ethnischen Fortschritts“, der Präfektur Jiangyong in der Stadt Yongzhou in der Provinz Hunan
  • 07′ 29“ der erste Sekretär einer Wohnungsbaugesellschaft für Umsiedlungen im Rahmen der Armutsbekämpfung im Kreis Wangmo in der Provinz Guizhou
  • 07′ 48“ ein stellvertretender Direktor der Kommission für Ethnien der „autonomen Region“ Innere Mongolei.

Ähnlich sorgsam choreografiert sind die Aussagenrunden der nachfolgenden Abkündigung. Berufsschulen kommen freilich keine vor; man kann sich das Sonntagabendprogramm eher als nachkoloriertes Feuerwerk der guten Laune vorstellen, mit dem man schwungvoll in die neue Woche geht.

 
Mittwoch, 01.09.21 Radio Vatikan
Der Papst ist ein Meister der Diplomatensprache. Zitat:

Den Abzug der USA aus Afghanistan nach 20 Jahren bezeichnete er als „legitim“, räumte allerdings ein: „Soweit ich sehen kann, wurden nicht alle Eventualitäten berücksichtigt… Ich weiß nicht, ob es eine Überprüfung geben wird oder nicht, aber es gab sicherlich viele Täuschungen, vielleicht von Seiten der neuen Autoritäten. Ich sage, Täuschung oder viel Naivität, ich verstehe es nicht.“

Die Afghanistan-Rückschlüsse, die er Bundeskanzlerin Merkel zuschrieb, waren allerdings wohl nicht ihre, sondern die ihres Gesprächspartners Putin.

 
Donnerstag, 02.09.21 Radio Prag
Eine „Schule des Föderalismus“ war für Tschechien das Management des tschechisch-deutschen Grenzverkehrs – Interview mit Prags Generalkonsulin in München.
 
Freitag, 03.09.21 ORF Burgenland / Radio Österreich International
Schon am 30. Juli hatte ÖR-1 in seinem „Morgenjournal“ über den Einsatz von Polizei und Bundesheersangehörigen an Österreichs Grenzen berichtet: eine Aufstockung vermutlich seit dem 26. Juli („Wochenanfang“) um 140 weitere Soldaten im Burgenland, die allerdings auch zu vermehrten Asylanträgen führe, denn wer einmal auf österreichischem Boden sei, stelle „in 99,99 Prozent“ der Fälle einen Antrag. „Je mehr Aufgriffe, desto mehr Asylanträge.“
Nun folgten den Aufstockungen des späten Juli noch einmal weitere (siehe burgenland.orf.at) – wohl um rund 200, auf jetzt ca. 900 Soldaten.
 
Freitag, 03.09.21 Radio Slowakei International
Bundespräsident Steinmeier am 02.09.21 in Slowakei, zuvor (Ende August) in Tschechien.
 
Mittwoch, 01.09.21 Und das Wetter.
Arabische Touristen begeistert: in Lviv regnet es nur einmal, dafür aber immer.
 

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